Wasserwerk

  1. 12.1. Wasserwerk Dessau
  2. 12.2. Wohnhäuser Fröbelstraße
  3. 12.3. Flieger-Denkmal "Vor dem Start"
  4. 12.4. Sportheim des Turnvereins "Fichte"

12.1. Wasserwerk Dessau

Wasserwerk Dessau, Wasserwerkstraße 20c: Von Juni bis November 1930 erfolgte der Umbau des städtischen Wasserwerkes, dessen Bauten aus dem 19. Jahrhundert stammen. Als industrielle Zweckbauten wurden die Hauptmaschinenhalle, die Schnellfilteranlagen und die Klärbeckenanlage modernisiert sowie mit einer Junkers-Stahllamellen-Dachkonstruktion nach Patent-Nr. 459 038 vom 25.11.1924 und Patent-Nr. 462 881 vom 10.11.1925 versehen. Der Junkers-Stahlbau realisierte die Arbeiten, eine Baumaßnahme, die sich auch im Zuge der technischen Modernisierung bis heute bestens bewährt hat.

Die beiden Großbauten der Wasseraufbereitung im Dessauer Wasserwerk besitzen eine stützfreie Dachkonstruktion in Junkers-Stahllamellenbauweise.

12.2. Wohnhäuser Fröbelstraße (nicht mehr vorhanden)

Wohnzeile der Reihenhäuser in der Fröbelstraße, 1935.

Wohnhäuser Fröbelstraße, 1934/35 durch den Architekten Paul von Sommer in Verbindung mit dem Junkers Baubüro gestaltet. In der Bauausführung noch den Traditionen der Moderne folgend, entstanden Flachdach-Häuserzeilen für Junkers-Mitarbeiter. Zu diesem Zeitpunkt Flachdächer realisieren zu können, war eine Besonderheit, auf die das Baubüro stolz war. Mit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten galt diese Dachform im Wohnungsbau als "undeutsch".

Im Zuge des Stadtrückbaus (um das Jahr 2000) wurden die Häuser abgetragen.

12.3. Flieger-Denkmal "Vor dem Start"

Das Flieger-Denkmal in der Heidestraße, gestiftet von den Junkerswerken, steht an einer Straße, die in eine ehemalige Junkers-Wohnsiedlung der 1930er Jahre führt.

Flieger-Denkmal "Vor dem Start". Auf Anregung von Prof. Hugo Junkers gestaltete der Künstler Walter Kieser 1933, dem 50. Jahr der Gründung des "Deutschen Vereins zur Förderung der Luftschifffahrt", ein Denkmal über die Anfänge der Luftfahrt. Es steht als baukünstlerischer Schmuck in einer Junkers-Arbeitersiedlung, die heute als Handwerker-Viertel bezeichnet wird.

Die Siedlung entstand 1935/36 zwischen der Heidestraße und dem Kabelweg. Ein Bauvorhaben, das noch auf Intentionen von Prof. Junkers zurückging, welches er als Mitglied im Verein Wohnungshilfe Dessau förderte. Symbolisch stellt das Flieger-Denkmal den Menschheitstraum vom Fliegen dar. 1936 wurde es eingeweiht, 40 Jahre nach dem tödlichen Absturz Otto Lilienthals bei einem Gleitflugversuch.

12.4. Sportheim des Turnvereins "Fichte" (1945 zerstört)

Unmittelbar an der Mulde stand das hochwassergeschützte Sportheim "Fichte". Die Bauten im Untergeschoss waren temporär gestaltet und bei Hochwassergefahr schnell demontierbar, 1931

Sportheim des Turnvereins "Fichte", Dessau, im Tannenheger, heute Gelände des Paul-Greifzu-Stadions. Helmut Schulze entwarf 1931 als Student der Bauhaus-Architekturabteilung unter der Leitung von Mies van der Rohe für den Arbeitersportverein Dessau ein modernes, hochwassergeschütztes Sportlerheim im Tannenheger an der Mulde. Die Bauausführung erfolgte 1932 finanziert durch Spendengelder, wobei die Junkerswerke die Ausstattung mit wärmetechnischen Geräten sponserte. Der Turnverein Fichte war eine allseits beliebte Begegnungs- und Erholungsstätte, an welcher man bei Sport und Spiel und unter Nutzung der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Badeanstalten "Nixe" und "Tannenheger" seine Freizeit aktiv verbringen konnte. Am 07. März 1945 wurde die gesamte Freizeitanlage durch einen Bombenangriff zerstört.

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