Technikmuseum „Hugo Junkers“ e.V.

Das Museum auf dem Gelände des ehemaligen 2. Junkers-Flugplatzes zeigt Leben und Werk des genialen Erfinders, Konstrukteurs und Unternehmers Hugo Junkers. Ihm werden über 400 Patente zugeschrieben. Ausgestellt sind legendäre Flugzeuge (Junkers F 13, die "Tante"Ju 52), Gasgeräte, Junkers-Motoren und der originale Prototyp eines Stahlhauses.

  1. 1.1. Das Museum
  2. 1.2. Junkers Flugplatz
  3. 1.3. Stahl-Versuchshaus
  4. 1.4. Windkanal und Kompensierscheibe
  5. 1.5. Junkers-Hochhaus

1.1. Technikmuseum Hugo Junkers

Kühnauer Straße, im Stadtteil Siedlung;
http://www.technikmuseum dessau

Der Förderverein für das Technikmuseum "Hugo Junkers" Dessau gründete sich am 12. August 1992 mit dem Ziel "…eine Begegnungs-, Bildungs- und sinnvolle Freizeitstätte zur innovativen Industriegeschichte der Stadt Dessau und seiner unmittelbaren Umgebung zu schaffen, in der ein Bild der Technik, der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Kultur im Zuge der Zeit präsentiert wird. Dabei deutet der Name des Museums an, dass es sich um den Zeitbereich handelt, in der Prof. Hugo Junkers die Industrie-, Technik-, Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte Dessaus geprägt hat und in seinem Wirken als Techniker, Wissenschaftler, Industrieller, Demokrat und Weltbürger die nationale, europäische und Welt-Wirtschaft auf dem Gebiet der Luftfahrt revolutionierte."

Inhaltlich gliedern sich die Ausstellungsobjekte des Museums in folgende Themenkomplexe:

Das Museum wird durch den Vorstand des Fördervereins geleitet.

Vorstandsvorsitzende des Fördervereins waren seit der Gründung:

1.2. Junkers Flugplatz

Nutzung seit 1925, Gemarkung Siedlung und Kleinkühnau

Lageplan der Junkerswerke mit Flugplatz in Dessau, 1926. Am Rande des Rollfeldes stand das sogenannte Starterhäuschen in Junkers-Stahlpaneelbauweise, Entwurfszeichnung von 1930.

Start zum Ozeanflug auf der neu angelegten Betonbahn auf dem Junkers-Werkflugplatz II am 14.08.1927, 18.21 Uhr.

1.3. Stahl-Versuchshaus in selbsttragender Junkers-Paneel-Bauweise

Man muss um das Junkers-Stahlpaneelhaus herumgehen, um die Fenster in ihren vielfältigen Gestaltungsformen zu erfassen.

Stahl-Versuchshaus in selbsttragender Junkers-Paneel-Bauweise, im März 1933 in einer Grünanlage im Dessauer Flugzeugwerk aufgebaut. Im Dezember 1935 für weitere Forschungszwecke in das Junkerswerk nach München-Allach versetzt. Im April 1999 Überführung nach Dessau in das Technikmuseum "Hugo Junkers" auf Initiative des 1. Gründungsvorsitzenden. Nach Restaurierung wurde es ab 2002 als Ausstellungsobjekt in die Museumshalle integriert und kann als weltweit einziges noch erhaltenes Junkers Metallhaus in Paneelbauweise genutzt und besichtigt werden..

Entwurfszeichnung, Grundriss und Seitenschnitt des dünnwandigen jedoch gut isolierten Stahl-Versuchshauses. Prospekttitel für Junkers-Gartenmöbel vor einem Junkers-Stahlhaus, 1930.

1.4. Großer Junkers-Windkanal und Kompensierscheibe

Isometrische Schnittzeichnung des Großen Junkers-Windkanals, Zeichnung Thomas Erfurth.
Ein Blick durch den noch erhaltenen Windkanaltunnel.

Junkers-Großer Windkanal, 1934, Entwurf des Aerodynamikers Philipp von Doepp mit dem Baubüro Junkers-Stahlbau, ein früher Industriebau in Schalenbetonbauweise. Der Dessauer Windkanal diente als Prototyp für weitere Windkanalbauten, so in Warschau und Moskau. 1946 nach Besatzungsrecht der Alliierten, dem Potsdamer Abkommen, teilzerstört. Durch eine Initiative ehemaliger Dessauer Junkers-Mitarbeiter wurde es 1984 als technisches Denkmal eingestuft.

Junkers-Kompensierscheibe, 1934, Baubüro Junkers-Stahlbau, nach Patentschrift Nr. 562 340 vom 21.11.1930. Diese Kompensierungseinrichtung diente der Justierung (Nordung) für Magnet-Kompasse.

1.5. Junkers-Hochhaus

Stahlkonstruktion des Junkers-Hochhauses im Rohbau, 14.11.1934. Erster Vorentwurf zum neuen Junkers-Verwaltungsgebäude des Flugzeugwerkes mit dem geplanten Junkers-Stahlhochhaus in der Mitte der Zeichnung. Entwurf Junkers-Stahlbau mit dem Architekten Werner Issel, Januar 1934.

Junkers-Hochhaus, Kühnauer Straße, im Stadtteil Siedlung, 1934-36. Architekt Werner Issel, Berlin unter wesentlicher Mitarbeit des Baubüros Junkers-Stahlbau (Architekt Erich Hänze, Ingenieur Franz Griebsch). Verwaltungssitz des Staatskonzern Junkers Flugzeug- und -Motorenwerke AG Dessau (JFM). Unter der von Werner Issel gestalteten roten Steinklinkerfassade des Gebäudekomplexes befindet sich eine geschraubte Stahlskelettkonstruktion (Junkers-Konzept), deren Statik Dr.-Ing. Wilhelm Klingenberg aus dem Junkers-Stahlbau berechnete. Der noch heute zeitlos wirkende Industriehochbau in seiner Konstruktion und Funktionalität widerspiegelt die Intentionen der technischen Moderne jener Zeit. Das als Baudenkmal klassifizierte Junkers-Hochhaus wurde zwischen 1994 und 1998 rekonstruiert. Nutzung als Regierungspräsidium Dessau, jetzt zugehörig zum Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt.

Abendstimmung am JFM-Konzern-Hauptverwaltungsgebäude, November 1936.


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