Laubenganghäuser

  1. 14.1. Laubenganghäuser
  2. 14.2. "Dewog"-Reihenhäuser
  3. 14.3. Junkers-Siedlung Dessau-Haideburg, Auf der Heide (nicht realisiert)

14.1. Laubenganghäuser

Laubenganghäuser in Dessau-Süd, ein Beispiel des sozialen Wohnungsbaus der Dessauer Baushauszeit.

Laubenganghäuser, Peterholzstraße (40a, 48 und 56) und Mittelbreite (6,12-14), Stadtteil Süd. Projekt und Bauausführung erfolgte nach Entwürfen von Studenten der Architektur-Abteilung Bauhaus Dessau unter der Leitung des Bauhausdirektors Hannes Meyer und des Stadtplaners Ludwig Hilberseimer im Zeitraum 1929/30. Unter der Prämisse mit minimalem Einsatz von Baustoffen eine maximale Wohnqualität zu erreichen, wurde das Projekt begonnen, das Experiment gelang. Über ein zentrales, lichtdurchflutetes Treppenhaus erreichte man über die offenen Laubengänge die einzelnen Wohnungen. Deren Grundrisse erfüllten optimal die Erfordernisse einer Kleinfamilie jener Zeit. Die den Raumverhältnissen angepasste Kücheneinrichtung fertigte die Tischlerei der Bauhauswerkstatt an, während Junkers & Co die notwendigen wärmetechnischen Geräte lieferte. Ein zentrales Waschhaus auf der Südseite jedes Laubenganghauses ergänzte den Wohnkomfort.

14.2. "Dewog"-Reihenhäuser

Moderne Technik und Komfort in Küche und Bad durch Möbel und Gas-Warmwassergeräte der Junkerswerke, 1930.

"Dewog"-Reihenhäuser, auch als Paulick-Siedlung bekannt, Heidestraße, Stadtteil Süd. Architekt Richard Paulick realisierte 1930 mit diesen Häusern einen weiteren Abschnitt der Bauhaus-Siedlung. Die gesamte wärmetechnische Innenausstattung einschließlich Bad und moderne Kücheneinrichtung, Balkonverkleidung und Treppenläufe übernahmen die Firmen Junkers & Co, Junkers-Kaloriferwerk und Junkers-Stahlbau. Die mehrgeschossigen Flachdachhäuser wurden nach 1935 zusätzlich mit Steildächern versehen. Die Mehrzahl der technischen Geräte der Junkerswerke waren über 50 Jahre ohne nennenswerte Reparaturen im Einsatz, was für die Qualität der Junkers-Erzeugnisse spricht.

14.3. Junkers-Siedlung Dessau-Haideburg, Auf der Heide (nicht realisiert)

Junkers-Siedlung Dessau-Haideburg, Auf der Heide
Projekt von 1938/39, Architekt Gustav Hassenpflug im Auftrag der Hugo Junkers-Werke GmbH. Aus der aufgezwungenen Dachform der NS-Zeit machte der ehemalige Bauhäusler eine Tugend. Zur Tradition der Moderne gehörte nicht nur das Flachdach, sondern auch das Walmdach. Daher gestaltete Hassenpflug, der sich mit seiner Wahlheimatstadt Dessau auch nach seiner Bauhauszeit verbunden fühlte, die geplanten Doppelwohnhäuser in bester Bauhaustradition. Er wählte Walmdächer, die weit über die Hausfront ragten. Optisch sollten sie dadurch wie ein Flachdach wirken; die darunter liegende Fassade lag teilweise im Dachschatten und dämpfte den Eindruck als Bau der Moderne. Eine interessante architektonische Lösung, die durch den Beginn des Zweiten Weltkrieges nur ansatzweise zur Ausführung kam.

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